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Matchbericht CS Chênois Genève Handball 22-21 SG Oensingen Panthers

Erste Niederlage für das Damen 1

Am Sonntag stand das erste Spiel der Aufstiegsrunde bevor. Wir waren zu Gast in Genf. Mit vollem Kader traten wir gegen eine Genfer Truppe an, die genau 7 Spielerinnen hatten. Dennoch ermahnten die Trainer das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da schlussendlich die Qualität und nicht die Quantität entscheidend ist. Denn von diesen 7 Spielerinnen hatten 5 1. Liga Erfahrung. Das Spiel begann eigentlich gut, denn wir waren es, die in Führung gingen. Jedoch stimmte hinten die Zuordnung in der Verteidigung überhautp nicht. Der Matchplan war eine 6:0 Verteidigung, jedoch funktionierte dies nicht, da einzelne Spielerinnen immer wieder nach vorne spekulierten, was hinten die Lücken öffnete für Genf, die sie dann gnadenlos ausnutzten, indem sie sie entweder in Tore ummützten oder einen Penalty + 2 Minuten Strafe gegen uns holten. Dies führte ausserdem dazu, dass wir Sonja bereits nach 15 Minuten kurz vor der roten Karte stand. Wir hatten das Spiel überhaupt nicht im Griff und Genf fing langsam an den Vorsprung auszubauen, so stanf nach gut 20 Minuten 11:6 zu unseren Ungunsten. Nach einem Team-Time-Out und einer kurzen Ansprache ans Team konnten wir bis zur Pause den Schaden begrenzen und den Rückstand auf 3 Tore verkürzen. Pausenstand: 14:11.

 

Die Pausenansprache war bereits dieselbe, die wir in den vorherigen Spielen hatten, obwohl wir im Rückstand waren, war hier noch alles offen. Wir mussten jedoch endlich anfangen als Einheit zu verteidigen und vorne dort hinzugehen, wo es weh tut. Das war der einzige Grund für die vielen Genfer Tore, weil sie den Mut hatten dort hinzugehen, wo es weh tat. Wir hatten auch das Gefühl, dass wir in der zweiten Hälfte den konditionellen Vorteil haben werden, da der Gegner keine Wechselspieler zur Verfügung hatte. Ausserdem stellten wir die Verteidigung auf ein 5:1 System um. Dies schien seine Wirkung zu zeigen, den tatsächlich holten wir den Rückstand auf und gingen sogar nach 45 Minuten mit 18:19 in Führung. Verpassten es dann aber mehrmals aus guten Situationen, vor allem Kontersituationen den Sack zu zu machen. Ein alt bekanntes Sprichwort sagt, wer vorne die Tore nicht reinmacht, bekommt sie hinten und genau das passierte uns. Genf glich nicht nur aus, sondern ging in Führung. Wir waren nun in einer Situation, die wir bis dahin noch nicht hatten. Normalerweise waren wir immer diejenigen, die kurz vor Schluss das Resultat verwalteten und der Gegner gezwungen war was zu machen. Nun waren wir in dieser Situation. Die letzten 5 Minuten liefern und wir versuchten vehement den Ausgleich zu erzielen und Julia hielt uns mit wichtigen Paraden im Spiel. Leider konnten wir vorne keine Tore erzielen. Wir warfen wieder daneben, machten technische Fehler und verschossen sogar einen Penalty. Wenige Sekunden vor Schluss trifft Chiara mit dem letzten Schuss nur den Pfosten, weshalb wir zum ersten mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz gehen.

 

Für uns ist es im Kampf um den Aufstieg ein herber Rückschlag auch wenn die Saison noch jung ist. Die Bilder nach dem Abpfiff waren sinnbildlich. Bei uns hängeden Köpfe, bei den Genfer wurde viel Luft geholt. Man sah es ihnen an, dass diese Spielerinnen ohne Wechsel über die komplette Spielzeit über sich hinausgegangen sind und sich am Ende für ihre aufopfernde Spielweise belohnt haben. Bei uns waren verschieden Faktoren schuldig für die knappe Niederlage. Zu allererst hatten wir mal wieder den Anfang verschlafen und uns in eine unangehme Situation gebracht, weil wir nicht verteidigt hatten, wie wir sollten. Desweiteren hatte der Schiedsrichter auch keinen guten Tag. So war die 1. Halbzeit von der Progression her sehr einseitig, obwohl die Härte des Spiel ziemlich ausgeglichen war. Dies war daran zu erkennen, dass in der 1. Halbzeit ausschliesslich wir mit 2 Minuten Strafen bestraft wurden. Gegen Ende war es wohl die Nervosität und die Tatsache, dass wir zu hektisch waren in den Angriffen und so viele technische Fehler machten. Auch waren wir im Gegensatz zu den Westschweizerinnen nicht effizient genug im Abschluss. An einem guten Tag würden wir wohl dieses Spiel gewinnen. In der Realität sind wir leider ohne Punkte zurück nach Solothurn gereicht. Dennoch schauen wir nach vorne zum nächsten Spiel. Gegen den HBC Neuchâtel haben wir am 20. Februar die Chance auf Wiedergutmachung.